Tourismusbroschur „Architektur Land Vorarlberg“

Herausgeber: vai – Vorarlberger Architektur Institut und Vorarlberg Tourismus
Autor: Otto Kapfinger
Projektleitung: Marina Hämmerle
Konzept und Gestaltung: Gassner Redolfi KG, Jun Bruderer
Fotos: Lucia Degonda und Ignacio Martínez
Umfang: 32 Seiten, Format: 115x180mm

Degonda und Martínez inszenieren die Räume in ihren Bildern eher zufällig, nicht auf die künstliche Art typischer Tourismuskampagnen. Jedes Foto soll für sich eine gewisse narrative Spannung aufbauen – zwischen der Landschaft, einem neuen Bau, den umgebenden alten Bauten und dem humanen Gebrauch alltäglicher Räume. Die Bildstrecke soll eine Kurzgeschichte quer durch die unterschiedlichen Bereiche und das Leben im Land bilden: vom See, von den Talschaften, durch die Städte in die Berge, von den Arbeits- und Kulturplätzen zu den gastronomischen Stätten und Höhepunkten. Die textliche Ebene bietet den LeserInnen subtile, vielleicht sogar leicht irritierende Handreichungen. Nicht etwa um zu bevormunden, sondern um die Neugierde ein wenig anzustacheln und zu richten, dazu anregen, selbst die Augen aufzumachen und mit der Entdeckung des Besonderen in diesem Architektur-Land an Ort und Stelle zu beginnen.

Die besondere Doppelnatur des Landes sollte angedeutet werden: „Hier arbeiten und gestalten die Leute höchst effizient und modern – in einem Raum, einer Umgebung, wo andere Urlaub machen…“ Das mosaikhafte Nebeneinander und Miteinander sehr kontrastierender Wirklichkeiten (Alt/Neu, Tradition/Modernität, Bau/Natur, Arbeit/Freizeit usw.) sollte als eine besondere Qualität des Landes angesprochen werden; nicht zuletzt fanden diese Konzeptideen in der Gestaltung des Covers eine pointierte Aussage: Die Logos von hundert erfolgreichen Vorarlberger Unternehmen sind so angeordnet, dass sie eine kulissenhafte Staffelung von Landschaftsräumen und -profilen, von Bergspitzen und Talkonturen ergeben. Otto Kapfinger dazu: „Wir kennen die Skyline von Manhattan etc., wo die Türme der Firmen und Banken etc. das Bergprofil der Stadt zeichnen. Vorarlberg hat ein natürliches Bergprofil – und ein ebenso starkes, human-künstliches, das nicht so vordergründig sichtbar ist wie Manhattans Skyline, aber mindestens so wichtig für die Identität, das Image, die Zukunft des Landes.“