

Das Große Walsertal wurde im 14. Jahrhundert von den Walsern besiedelt. Charakteristisch für dieses Kerbtal sind die Streusiedlungen an den steilen Hängen. 1954 wurden Bergregionen in Vorarlberg und besonders die Gemeinde Blons im Großen Walsertal von einer verheerenden Lawinenkatastrophe heimgesucht. Dieses tragische Geschehen prägt bis heute das soziale Bewusstsein der Gemeinde. Ein halbes Jahrhundert später realisierte die Gemeinde in Zusammenarbeit mit Architekt Bruno Spagolla eine dringende Bauaufgaben. Mit einem zeitgenössisch eingerichteten Gasthaus, einem neuen Bank- und Schulgebäude sollte das Dorf wieder einen gesellschaftlichen Treffpunkt erhalten. Und wegen der Erfahrungen, die die Dorfgemeinschaft mit Lawinen machen musste, entstand die Idee, in den neuen Räumlichkeiten das Gemeindeamt und ein Lawinenlehrpfad einzurichten. Der Name der Falvkopf-Lawine stand Pate für den Namen des Gasthauses – »Falva«. Das Gassner Redolfi KG erhielt den Auftrag das Erscheinungsbild und in Verbindung mit dem Lehrpfad eine Wandgrafik zum Lanwinenunglück zu gestalten. Der leicht schräg gestellte Buchstabe „l“ formt im Zusammenhang mit dem »v« eine Bergspitze. Der Schriftzug in Kupferblech wurde bewusst vor die Glasscheibe mit den Spiegelungen der Berglandschaft platziert. In einem sychronoptischen Diagramm beschreibt Gassner im Stundenrhythmus den Katastrophentag und zeitliche Abfolge der Lawinenabgänge. Die schwarze Typografie auf der weißen Wand wirkt ernsthaft, sachlich und informativ.