Anforderung: Wirksamer Sichtschutz für 80 wandhohe Glasflächen, ohne die durchgehende Transparenz der Gebäudehülle zu beeinträchtigen. Ausgangslage: das Diktat der Unterbrechung der Transparenz alle 5 x 5 cm in Schwarz und Weiß, in der Balkenstärke von 2 cm für eine bestimmte Sichthöhe.
Konzept: ein Textband als rhythmisches grafisches Zeichensystem im abstrakten binären Basiscode; anstelle 0/1 erscheinen Schwarz und Weiß in Form einer furchenwendig gesetzten Keilschrift. Der eigens dazu verfasste Text zum Thema Glas und Transparenz bleibt verschlüsselt. Letztlich sichtbar sind scheinbar zufällig variierte Ornamente und geheimnisvolle Muster. Unser Leben wird zunehmend bestimmt von einem Kommunikationssystem, das im Grunde
aus zwei Zeichen besteht und uns meist verborgen bleibt. Konzept ist die Sichtbarmachung dieses Systems und gleichzeitig der dem Text innewohnenden rhythmischen Struktur und Ordnung.
Textauszug: „…vergleichbar dem phänomen, wenn die spiegelnde fläche des sees, flüchtig bewegt durch wind und wellen, dieses faszinierende, das auge meditativ fesselnde und zugleich entspannende flimmern erhält.”
Grafik und Konzept: Reinhard Gassner
Architektur: Planungsgemeinschaft Hafen Bregenz
Nägele Waibel - Spagolla - Ritsch
Text: Otto Kapfinger
Fotos: Petra Rainer, Wien